top of page

Geschichte



In den Jahren 1986 bis 1988 wurde in Schindellegi die alte Säge umgebaut und saniert. Den Auftrag erhielt das Holzbauunternehmen Schatt aus Feusisberg. Dabei fielen viel Holzabbruch und diverses Abfallholz an. Weil Josef Schatt damals eng mit seinen landwirtschaftlichen Kollegen vom Oberberg in Feusisberg zusammenarbeitete, entstand die Idee, dieses Holz für ein 1. Augustfeuer zu nutzen.

Als Standort wählten wir die schöne Kastenegg, wo die Feste auch heute, fast 40 Jahre später, noch immer stattfinden. Gesagt, getan. Was anfangs als Anlass für Kollegen und Familien gedacht war, entwickelte sich rasch zu einem beliebten Anlass in der ganzen Gemeinde. Schon bald kamen viele Anfragen, ob man an diesem Abend auch dabei sein dürfe. In den ersten Jahren fand alles ohne Zelt und ohne Schutzwände statt.

Nach dem Anlass 1990 entschieden wir uns, einen freien Verein zu gründen, damals noch ohne Statuten. Dieser Schritt wurde 1991 vollzogen. Eine der wichtigsten Fragen war natürlich, wie der Verein heissen soll. Nach längerem Überlegen brachte Konrad Gwerder den Namen 1. Augusthöckler Feusisberg ein, und diesem Vorschlag wurde schnell zugestimmt.

Gründungsvorstand
Präsident: Josef Schatt, 1991 bis 2022, Feusisberg und Unteriberg
Vizepräsident: Franz Portmann, Feusisberg
Aktuar: Josef Fässler, Feusisberg
Kassier: Martin Korner, Lachen
Beisitzer: Stefan Züger, Altendorf


Mitglieder
Fredi Niederberger, Kastenegg Feusisberg, Grundeigentümer
Konrad Gwerder, Hütten
Martin Bisig, Feusisberg

 

Aktivitäten und Einsätze
Ab diesem Jahr waren wir in allen Teilen der Gemeinde und der Umgebung sehr aktiv. Für die Holzbeschaffung organisierten wir verschiedene Stallabbrüche, teilweise wurden sogar Wohnhäuser abgebrochen. Über viele Jahre hinweg lief das so.

Ab etwa 2000 durften wir dann kein Altholz mehr verwerten und mussten umdenken. So begannen wir, Sturmholz aufzubereiten und bei Waldräumungen mitzuhelfen. Es war immer wieder schön zu sehen, wie sich die damaligen und die neuen Mitglieder eingesetzt haben, wie eigene Maschinen mitgebracht wurden und alles wie am Schnürchen lief. Und bis heute war vor Ort immer genügend Holz vorhanden.

Neben dem 1. Augustfeuer gehörten auch weitere Aufgaben dazu. Wir halfen unter anderem bei der Organisation der 700-Jahr-Feier der Gemeinde. Bei der Tour de Suisse Ankunft in Schindellegi waren wir der Hauptverein und für viele Belange zuständig. Auch bei Anlässen wie dem Dorffest Schindellegi, beim Parkdienst an Festen sowie bei verschiedenen Jubiläen standen wir unterstützend zur Seite.

Kameradschaft als Wichtigstes
Eines stand jedoch immer an erster Stelle: die Kollegschaft untereinander. Geld spielte dabei keine grosse Rolle. Wir organisierten kleine Picknick-Sonntage oder kurze Reisen, bei denen Restkosten teilweise aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt wurden. Das Inventar wurde von allen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt, sogar das Zelt wurde gratis gestellt.

Zum Glück hatte der Verein auch Gönner, die wir gerne erwähnen: Hans Niedliesbach, Hirschenwirt Schindellegi, sowie Franz Schuler, Neon Schuler. Ebenfalls danken wir Walter Stählin, alt Regierungsrat, für seine wunderschöne Alphütte Miesegg oberhalb Altendorf, die wir im Jahr immer wieder benutzen durften.

So vergingen die Jahre wie im Flug, bis im Jahr 2022 der Generationenwechsel stattfand und der Verein von den Jungen übernommen wurde. Viele davon stammen sozusagen aus der eigenen Produktion der älteren Mitglieder. Umso schöner ist es, dass auch weitere Gleichgesinnte dazugefunden haben.

Ein grosser Dank gilt auch Fredy und Anni Niederberger, Kastenegg. Seit über dreissig Jahren sind wir am Morgen nach dem Fest, nach dem Aufräumen, jeweils zum Morgenbrunch eingeladen worden. So konnte man den Anlass in Ruhe ausklingen lassen.

Für mich persönlich ist bis heute das Grösste, was ich erleben durfte, die Kameradschaft. Den Jungen wünsche ich viel Erfolg und weiterhin die beste Kollegschaft.

23.01.26
Altpräsident Josef Schatt

​35 Jahre 1. Augusthöckler Feusisberg

Rückblick auf 35 Jahre, die Entstehung des Vereins und die Vorgeschichte
bottom of page